Dienstag, 29. Oktober 2013

Ich wünschte mir…

keine Frau die das Essen kocht,
sondern eine die das Wasser reicht.

keine Frau die sauber macht,
sondern eine die schmutzig ist.

keine Frau die immer ehrlich ist,
sondern eine die Fehler eingesteht.

keine Frau die immer ja sagt,
sondern eine die auch mal wahrsagt.

keine Frau die immer treu ist,
sondern eine die zu einem steht.

keine Frau die ein Ohr abkaut,
sondern eine die auch Geheimnisse hat.

keine Frau die einem sagt wie toll man ist,
sondern eine die überlegt wie man es besser machen kann.

keine Frau die immerzu kuscheln will,
sondern eine die auch mal ihr Fingerspitzengefühl benutzt.

keine Frau die einem den Mund verbietet,
sondern eine die den Atem raubt.

keine Frau die einem die Sterne vom Himmel holt,
sondern eine die neue Sternbilder zeichnet.

keine Frau die einem das Ende des Films verrät,
sondern eine die ihn miterlebt.

keine Frau die aussieht wie eine Puppe,
sondern eine in deren Augen man Geschichten lesen kann.

keine Frau die auf die Uhr schaut,
sondern eine die meine Zeit anhält.

keine Frau die immer für einen da ist,
sondern eine die auch mal geht wenn es zu viel wird.

Ich könnte ewig so weiter machen…

Im Endeffekt wünschte ich mir eine Katze,
doch bekomme nur Hunde.

Wo ist die Emanzipation, wenn man sie braucht.

Donnerstag, 29. August 2013

Wenn

wenn ich jetzt gehe
wirst du dann kommen
wir uns wieder sehen?

wenn ich dann komme
wirst du auch da sein
wir miteinander gehen?

wenn ich es vergessen
wirst du mich erinnern
wie die Liebe einmal ging?

wenn ich es spüre
wirst du mich meiden
weil ich ein Anderer bin?

Freitag, 23. August 2013

Briefwechsel

Hallo Vernunft,

mal so unter uns…

verlassen ist wer sich verlassen glaubt
verlassen wird wer sich nicht selbst vertraut
verpassen wirds wer nicht manchmal Dieb
lässig siehts wer nicht verbissen blieb

gebend ist wer heimlich raubt
verstaubt hingegen wer nur saugt
würdig der sich fallen lässt
gefangen wird vom ganzen Rest

Denk mal drüber nach, aber bitte nicht wieder so viel wie letztes Mal.

Mit freundlichen Grüßen
die Liebe

Samstag, 3. August 2013

die fehlenden Worte

Hätte alles stehen lassen,
wär sofort zu dir gekommen,
allein für den Moment mit dir
hätte ich alles unternommen.

Würde alles fallen lassen,
alle Tassen, Gläser und Teller
und ich wette ich wär schneller
als sie fallen, um dich zu fassen.

Könnte alles liegen lassen,
doch fang ich nun von Vorne an.
Was ist sie Wert, die Zeit in Massen,
wenn man allein nicht teilen kann.

Hätte, würde, könnten wir,
nur leider Gottes hast du sie,
die Worte nie gesagt zu mir:
Bleib bitte hier, verlass mich nie.

Donnerstag, 1. August 2013

Wurzeln

wie den Wald meiner Kindheit
wie den Baum des Garten Eden
wie die Rose des kleinen Prinzen
würde ich dich ewig pflegen

nicht unter Glas kannst du atmen
nicht prall gesonnt, da geb ich acht
ertränken, vertrocknen oder überdüngen
kommen ebenso nicht in Betracht

aber anschauen und bewundern
ganz zart dir die Stacheln entfernen
damit sie uns nicht mehr verwunden
das müsst ich bis dahin noch lernen

sonst könnt ich dich niemals umarmen
ich würde niemals dich brechen, versprochen
will dich reiben und riechen, hab Erbarmen
denn wurde als Rose ich selbst einst gebrochen
und wenn du mich lässt, so lass ich mich niederversuche es wieder, schlag neben dir Wurzelnso tief wie noch nie, behutsam immer wiederbis von dir all die alten Lasten purzeln

Mittwoch, 5. Juni 2013

Wie hoch sollte die Auflagekraft eines Tonabnehmersystems sein?

Die qualitativ weniger hochwertigen Tonabnehmer aus Kristall und Keramik benötigen ziemlich hohe Auflagekräfte. Diese reichen von 25 mN bis zirka 50 mN. Bessere Hi-Fi-Plattenspieler jedoch haben oft Magnetsysteme. Die empfohlene Auflagekraft bei diesen Systemen reicht von Typ zu Typ von 7,5 mN bis ungefähr 30 mN. 

Dabei bringen natürlich hochwertige Tonabnehmersysteme nur mit hochwertigen Tonarmen auch optimale Resultate. Das nur als Rat, falls ihr mal das Geld haben solltet, das Magnetsystem in euren Plattenspielern gegen ein besseres zu ersetzen.

Samstag, 16. März 2013

Sag nichts mehr

seit Tagen schon
versuch ich nun
dich zu erreichen

das Einzige
was noch fehlt
ist ein Lebenszeichen

und mein Herz das klopft
ganz unrhythmisch
weil es so doll an dir hängt

ich will doch nur wissen
ob es dir gut geht
und ob du manchmal an uns denkst

ob du manchmal an uns denkst
ob du manchmal an uns denkst

und endlich dann
gehst du mal ran
und ich freu mich wie ein Kind

und ich hör dir zu
finde endlich Ruh
vertrau dir blind

bis du mir sagst
wir müssen reden
du trägst den Ring nicht mehr

und ich ahne schon
was jetzt gleich kommt
bitte sag nichts mehr

bitte sag nichts mehr
bitte sag nichts mehr

bitte sag nichts mehr
sag nichts mehr
sag nichts mehr

sag nichts mehr

Dienstag, 5. März 2013

Raumklang:
Von Quadrophonie bis Dolby Digital

Wenn man heute die Heimkino-Abteilung diverser Elektrofachgeschäfte betritt, oder sich die Ausstattung von Kinosälen anschaut, ahnt man nur noch wenig von den ursprünglichen Herausforderungen der Audiobranche den Mehrkanalton verkaufsfähig zu machen.

Überall wimmelt es von Logos und Emblemen diverser Anbieter, die Geräte bieten eine ganze Palette von Features und Räume scheinen keine Herausforderung mehr zu sein. Das war nicht immer so.

Freitag, 1. März 2013

bin wie

bin Lala
wie Tipsy und Po
bin da da
wie Mama und Co
bin der da
wie du da und so
bin i-A
wie der Esel im Zoo

bin Gaga
wie die Lady in red
bin Haha
wie das Näpfchen mit Fett
bin Soso
wie das s im sz
bin 00
wie im Auftrag ihrer Majestät

bin Har Har
wie der Kapitän im Hafen
bin Sum Sum
wie die Bienen die nie schlafen
bin gar gar
wie ein gut gesalzner Braten
bin piep piep
wie die Vögel im Garten

bin ho ho
wie der Weihnachtsmann zu Ostern
bin Helau
wie Karneval im Kloster
bin ja ja
wie nicht jetzt, sondern gleich
bin ich verliebt?
wie nicht arm, sondern reich

Donnerstag, 28. Februar 2013

der Frage Sinn

wem nützt das Träumen tatenlos
zusehends Frust entsteht und er wird groß
bis es platzt, dein Leben, der Ballon zu voll
von Schall und Rauch den keiner brauch
wem nützt die Tat ohne Wunsch und Ziel
dem Druck gebeugt, es wird zu viel
gemacht und gedacht ohne Sinn und Verstand
wenn man nie träumt vom fernen Land
kein Ufer findet selbst das Meer
verschluckst du dich, dann frag woher
kommt all das Wasser, wo fliesst es hin
die Antwort ist der Frage Sinn

Montag, 28. Januar 2013

Die Sagen

Und ich rauch eine nach der anderen
Öffne unbemerkt die Flasche Wein
Es ist die zweite nach der anderen
Eine Flucht ins Glücklichsein

Und all die Welt besteht aus Stolz
Eitelkeit, Wut, Egomanie
Und ich mocht’ das auch einmal
Aber verstanden hab ich es nie

Ich versink in Philosophie
Forsche nach dem Sinn des Seins
Und stoß immer wieder nur
Auf Besitz, und deins und meins

Wann hört sie auf, die Gier nach ich
Wo fängt sie an, die heile Welt
Und wer weiß was wann über sich
Wenn man nur tut was selbst gefällt

Und falls Herr Pawlow mit seinen Hunden
Nicht reicht als Hauptbeweis
Wohin führen dich die Stunden
Wenn nicht zum Konditionsverweis

Denn wir sind Summe aller Tage
An denen wir hängen wie Fliegen am Licht
Und verbrennend wird Leben zur Plage
Selbst wenn man es liebt, oder auch nicht

Ich bezweifle nicht das Schöne
Dennoch wiege ich es auf
All die Kasper und deren Löhne
Schmerzen nehmen wir in kauf

Manche wollen sie sogar
Und definieren uns damit
Und wahre Schmerzfreiheit bleibt rar
Manipuliert auf Schritt und Tritt

Doch wenn wir uns ernsthaft mal fragen
Wer ist wir und wer bin ich
Verschwinden urplötzlich die Sagen
Um das Du und Ich an sich

Samstag, 17. November 2012

Gefährliches Halbwissen:
Warum man auf Eierkartons an der Wand verzichten sollte

Immer wieder begegne ich in Proberäumen, bei Musikern zuhause und auch bei Technikern in Projektstudios brandgefährlichem Halbwissen in Form von Eierpappen bzw. Eierkartons an den Wänden.

Zugegeben, auch ich beging diese noch dazu ausgesprochen hässliche Sünde, doch wurde glücklicherweise durch mein Studium eines besseren Wissens belehrt und aufgeklärt.

Meine Erkenntnisse teile ich euch gerne mit:

Montag, 29. Oktober 2012

Mitbringsel

hab mich gar sehr im Schmerz gewunden
der Vergangenheit Last ward mir so schwer
und dann hab ich Dich gefunden
gabst mir Hoffnung, Sinn und mehr

musst’ erst dem alten Herz vergeben
verzeih mir meine wirre Wut
jetzt fang ich an für Dich zu leben
weil Du mir zeigtest, es wird gut

werd nun auf eine Reise gehen
der Abschied fällt auch mir sehr schwer
doch für Dich will ich die Menschen sehen
die Täler, Berge und das Meer

will all die schönen Dinge sammeln
sie Dir zu schenken, anstatt Geld
um ganz zu Dir zurück zu kommen
fahr ich einmal um die Welt

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Der Mensch

... ist wie die Natur ein unvergleichbar fragiles, in sich geschlossenes System, was dennoch nur in Einheit mit seiner Umgebung das erreichen kann, wozu es geschaffen wurde. Den Fluss der Energie und das Streben nach Harmonie zu erkennen und zu leben.

Mittwoch, 29. August 2012

Gezeiten

Wie der Mond um die Erde
die Gezeiten bestimmt,
so drehen sich meine Planeten
um deine Sonne, mein Kind.

Wie all die Kinder spielend
am Feuer sich verbrennen,
um darauf hin nie wieder spielend
sich im Schmerz zu erkennen.

Wie die Flut und die Ebbe,
ein recht ungleiches Paar,
sich niemals begegnend
und sich doch so sehr nah.

Wie wir glauben an das Gute,
weil man ihn sonst nicht erträgt,
den Glauben an die Route,
auch ohne Navigationsgerät.

Wie die Schönheit der Erkenntnis,
sei sie groß oder sei sie klein,
würden auch wir gerne ewig bleiben,
wenn wir es könnten, nie mehr allein.

Mittwoch, 8. August 2012

Wie das Leben läuft

Dein Blut läuft durch meine Adern
Tränen laufen mir über die Wange
Und wenn die Nase läuft
Wie das Leben läuft

Wir laufen über die Straße zum Garten
Wir laufen um die Wette und der Motor läuft
Der Hund ist entlaufen
Wie das Leben läuft

Wir laufen Gefahr uns zu vergessen
Auf die Plätze fertig los und wir laufen davon
Erster, zweiter, dritter Lauf
Wie das Leben läuft

Und die Erde läuft um die Sonne
auf dem Mond laufen Menschen
Und der Fluss läuft zum Meer
Wie das Leben läuft

Und es läuft wie am Schnürchen
In der Zwischenzeit läuft ein Film
In dem verlaufen die Farben
Wie das Leben läuft

Und die Angst läuft aus dem Ruder
Denn die Sanduhr läuft wieder
Und der Akku läuft aus
Weil das Leben läuft

Und ließen wir uns laufen
Wie der Hase läuft
Was dann alles liefe
Wenn das Leben läuft

Riesenrad

Ich hab ein Riesenrad
In meinem kleinen Garten stehen
Komm lass uns heute noch
Zusammen ein paar Runden drehen

Wir steigen ein und
Die Türen schliessen selbsttätig
Ganz oben angekommen
Sehen wir darüber weg

Und die Sonne geht auf

Du sitzt mir gegenüber
Zwischen uns der Horizont
Bei dir ist schon Tag
Bei mir ist noch Nacht

Wir drehen uns im Kreis
So lang es uns gefällt
Und irgendwann
Halten wir an

Und die Sonne geht auf

Manchmal träume ich davon
Teil deiner Gondel zu sein
Und dann wach ich leise auf
Und ich bin wieder allein

Sonntag, 8. Juli 2012

here I am

I need no identity
to know who I am
there is a soul in me
showing here I am
here I am

my mind is making things go wrong
that is not who I am
I am you I am me
I am here right now 
I am

I need no history
to know who I am
there is a space in me
showing here I am
here I am

my brain is making things go wrong
that is not who I am
I am you I am me
I am here right now
I am

And if you can’t see
And if you feel blind
And if you don’t like
And if I won’t mind

I need no fantasy
to know who I am
there is a love in me
showing here I am
here I am

my thoughts are making things go wrong
that is not who I am
I am you I am me
I am here right now
I am

And if you can’t see
And if you feel blind
And if you don’t like
And if I won’t mind

I need no destiny
to know who I am
there is a peace in me
showing here I am

here I am
here I am
here I am

Samstag, 7. Juli 2012

Die Seele

... ist eine Dimension, die zwischen Sein und Nicht-Sein unterscheidet. Sie ist allgegenwärtig und zeitlos. Sie kann nicht erklären und auch nicht begründen. Sie dient einzig und allein dem Erkennen, der Erkenntnis. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Montag, 18. Juni 2012

Immer wenn du lachst

Immer wenn du lachst
Vergess ich meine Schulden
Spür ich keine Schmerzen
Kenne ich den Weg

Immer wenn du sprichst
Seh ich meine Träume
Denk ich was ich fühle
Weiß ich wer ich bin

Immer wenn du schläfst
Finde ich keine Ruhe
Erzähl ich dir Geschichten
Flieg ich mit dir fort 

Immer wenn du fragst
Hör ich auf zu reden
Geb ich dir die Antwort
Nehm ich mir die Zeit 

Immer wenn du gehst
Bin ich unterwegs
Merk ich was mir fehlt
Komm ich früh zu spät

Immer wenn du weinst
Kann ich in dein Herz sehen
Werd ich dich in den Arm nehmen
Möcht ich dir verzeihen

Auch wenn du nicht
immer bei mir bist
Ich bin da wo du
mich nicht vermisst

Bei dir

Montag, 4. Juni 2012

Dort

Du siehst mich an
Und ich seh dir an
Du siehst mir an,
dass ich es nicht sagen kann
Es sieht so aus
Wie bei dir Zuhaus
Und das Licht geht aus
Bitte komm sofort da raus
Es ist bekannt
Da ist ein Loch in meiner Wand
Doch ich suche den Sand
In dem ich dich einst fand
Und im Meer sammeln sich die Tränen
Von Seelen die sich quälen
Von denen die sich sehnen
Nicht nur ab und anzulehnen

Und es ist soweit, soweit das Auge reicht
Es ist soweit, so weit von dir entfernt
Es ist soweit, so weit, soweit ich weiß
Haben wir uns dort kennen gelernt
Und du wartest
Auf irgendein Zeichen
Von irgendeinem Menschen
Irgendwo auf der Welt
Bei dem sieht es so aus
Wie bei dir Zuhaus
Und das Licht geht aus
Und er fährt sofort nach Haus
Es ist bekannt
Da ist ein Loch in seiner Wand
Doch er sucht den Verstand
In dem er sich einst fand
Und im Meer sammeln sich die Tränen
Von Seelen die sich quälen
Von denen die sich sehnen
Nicht nur ab und anzulehnen

Und es ist soweit, so weit das Auge reicht
Es ist soweit, so weit von dir entfernt
Es ist soweit, so weit, soweit ich weiß
Haben wir uns dort kennen gelernt

Dienstag, 10. Januar 2012

Sternenklar

Sternenklar seh ich dich vor mir
Und es wird bitterkalt
Funkelnde Illusion
der Mond lacht mich aus
Und ich fühl mich bitteralt

Rot Grüne Signale
hinterlassen Spuren am Himmel
auf See und in mir
Wo bist du
nicht nur wenn ich dich brauche
Bin ich bei dir

Unsere Bäume sterben
wie Arterien und Venen
Ohne Blutkörperchen
Sauerstoffnot
und erfrorene Tränen
Die Zeit bleibt nicht stehen

Wenn ich mit dir rede, dann sieh mich an
Sieh mir ins Gesicht und sag mir dann
von ganzem Herzen
gebrochenen Herzens
Ich liebe nur mich

Donnerstag, 5. Januar 2012

wiederholte wendung w

was wäre wenn wir wissen
würden was wir wollen
wenn wünsche wahrheit würden
wahrheit wieder wünsche werden
würden wir weiter warten?

wie wahrscheinlich wird
was weichkaltes weihwasser war
wieder wundwarmer wein
wie wahrscheinlich wird
was waghalsige wollust war
womöglich wider weisheit

wie wahllos wird
wer wir werden
wenn wir wüst wünschten
wie wahllos wird
wohin wir wollen
wenn wir weiter wüssten

wir würden wieder was wir wagen
würden weiter widmen wofür wir werben
wir wären wachsam wandelnde waagen
weil wir wiegen wen wir wiedersehen

wie widersprüchlich wir wieder wären
welch wundervolle welt würde wachsen
wann, wo, wer, wohin, warum, weshalb, wieso
was wäre wenn wir wünschten
wir wüssten was wir wollen

so verändert

Wie das Ying ohne Yang
Wie die Kutsche ohne Gespann
Wie der Brief ohne Marke
Wie der Joker ohne Karte
fühl ich mich dann
so fühlt es sich an

Wie das Meer ohne Wellen
Wie der Hund ohne Bellen
Wie das Flugzeug ohne Flügel
Wie die Kleider ohne Bügel
zerknitterndes quälen
zerknittertes quälen
ohne dich
bin ich nichts und überall
ohne dich
schlägt mein Herz mit Überschall
ohne dich
komm ich nicht mehr aus mir raus
ohne dich
sieht alles so verändert aus
so verändert aus
so verändert ausser dir
sich meine Welt
ganz tief in mir
Wie der Wald ohne Tiere
Wie das Blut ohne Niere
Wie das Portrait ohne Gesicht
Wie der Spiegel ohne Licht

seh ich dich nicht
siehst du mich nicht

Wie der Atem ohne Luft
Wie Parfüm ohne Duft
Wie das Leben ohne Ziel
Wie die Regeln ohne Spiel

ein beschissener Stil
was für ein beschissener Stil

ohne dich
bin ich nichts und überall
ohne dich
schlägt mein Herz mit Überschall
ohne dich
komm ich nicht mehr aus mir raus
ohne dich
sieht alles so verändert aus
so verändert aus
so verändert ausser dir
sich meine Welt
ganz tief in mir
Wie das Segel ohne Wind
Wie die Mutter ohne Kind
Wie der Baum ohne Blätter
Wie die Not ohne Retter
verängstigt und blind
beängstigend blind
ohne dich
bin ich nichts und überall
ohne dich
schlägt mein Herz mit Überschall
ohne dich
komm ich nicht mehr aus mir raus
ohne dich
sieht alles so verändert aus
so verändert aus
so verändert ausser dir
sich meine Welt
ganz tief in mir

Montag, 26. Dezember 2011

zweitausendelf

zweitausendelf
vergangene Tage
erfüllt von Hoffnung
und manchmal auch Plage
redselige Stunden
unsägliche Meilen
kilometertiefe Wunden
die nie wieder heilen

zweitausendelf
gelassene Taten
gegen die Wut
und für das Warten
für die Geschichte
und für die Träume
abertausend Gedichte
und wachsende Bäume

zweitausendelf
verschiedene Freunde
geöffnete Türen
verlassene Räume
unpassende Orte
verpasste Worte
verschenkte Momente
von Anfang bis Ende

zweitausenelf
ertrunkene Gedanken
enttäuschte Gefühle
geschlossene Schranken
Wolken am Himmel
Vögel in Scharen
und sie erzählen
wo wir schon waren

zweitausendzwölf
bevorstehende Tage
erfüllt von Hoffnung
und manchmal auch Plage
redselige Stunden
unsägliche Meilen
kilometertiefe Wunden
die nie wieder heilen

Montag, 19. Dezember 2011

in meiner Stille

unsere Worte scheinen tot
es scheint verdammt lang her zu sein
und da wo du auch immer wohnst
leb ich schon lang nicht mehr allein

wir hatten uns damals versprochen
unser Schweigen nie zu brechen
jeder hatte sich verkrochen
um am Schweigen zu zerbrechen

und aus all den tausend Scherben
hab ich ein Mosaik gebaut
und du kannst dich darin sehen
ich seh ein Puzzle deiner Haut

deine Bilder mit meinen Farben
deine Ängste und meine Narben
deine Augen durch meine Brille
und du schläfst tief in meiner Stille

zähl die Lieder und zähl die Nächte
zählt die Antwort? zählt das Echte?
zählt was kommt, oder was war?
das ist mir alles nicht ganz klar

und wenn ich wieder weiter geh
und wenn ich wieder weiter seh
wohin das ganze weiter führt
bleib ich von dir weiter berührt

zähl die Lieder und zähl die Nächte
zählt die Antwort? zählt das Echte?
zählt das alles überhaupt
auch wenn keiner daran glaubt

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Auf nimmer wiederhören

Du willst immerzu nur reden
Zuhören hast du nie gelernt
Du erzählst aus deinem Leben
Daraus hast du mich entfernt

Willst die Wahrheit nicht mal wissen
Und hältst dich für superschlau
Die Verbindung abgerissen
Zwischen Herz und Tagesschau

Du willst immerzu nur nehmen
Doch wann nimmst du dir mal Zeit
Zu verzeihen und zu vergeben
Manchmal tust du mir nur Leid

Manchmal möcht ich von dir wissen
Warum du Anderen nichts gönnst
Geht’s dir wirklich so beschissen
dass du nur dich selbst verwöhnst

Sag mir wohin soll das führen
Wenn nicht nirgendwo mehr hin
Deine Missgunst kann ich spüren
Ganz egal wo ich auch bin

Sag mir wer soll das verstehen
Wenn nicht keiner von uns beiden
Meine Seele kann man sehen
Deine muss sich erst noch zeigen

Und wenn du mich wieder anrufst
versuchst mir irgendwas zu schwören
Werd ich drei Worte zu dir sagen
Auf nimmer wiederhören

Mittwoch, 28. September 2011

Schwerelosigkeit

ich such nach Worten
die dich beschreiben
ich such nach Menschen
die für immer bleiben

ich such nach Nächten
die niemals enden
ich such nach Narben
in meinen Händen

ich finde einfach keine Ruh’
und schau mir selber dabei zu
kannst du mir bitte erklären
warum du! warum du?

ich such nach Sehnsucht
die nie vergeht
ich such nach Freundschaft
die mich versteht

ich such nach all den Träumen
die man vergisst
ich such nach den Momenten
die man vermisst

ich finde einfach keine Ruh’
und schau mir selber dabei zu
kannst du mir bitte erklären
warum du! warum du?

ich such nach zarten Bäumen
mit dicken Rinden
ich such nach alten Zäunen
die bald verschwinden

ich such nach Schwerelosigkeit
dem lebendigen Beweis

ich finde einfach keine Ruh’
und schau mir selber dabei zu
kannst du mir bitte erklären
warum du! warum du?

Montag, 29. August 2011

vermessen

wäre es absicht
lieber mein, oder dein
der erinnerung traum
im verloren sein

vakante bedingung
zwei blicke erreichen
in ewiger schwingung
automatische weichen

du noch hier, ich dort
unaussprechlich geleit
an keinem anderen ort
wir quasi zu zweit

aufgesparte chancen
widerstehen ersetzen
vernebelte wünsche
in phasen sich fetzen

der glaube von mir
illusorisch erahnt
das flüchtige wort
kaum alt bekannt

der zukunft gesicht
wird alles vergessen
bei spärlichem licht
sozusagen vermessen

Sonntag, 22. Mai 2011

Schwarze Wellen

wiegend schläft einzig der eiserne Riese
des Nachts geleitet ihn nur noch der Schimmer
die von weichen Kronen umhüllte surreale Stadt
man meint immer wieder sie bewege sich nimmer

am Horizont ahnt man einen Stern entstehen
er geht sanft heimlich auf und wieder unter
kommt man ihm näher bleibt er stets fern gesehen
kein Himmelskörper leuchtete je bunter

wäre nicht das Geräusch der sich brechenden Wellen
man glaubte es wäre das schwerelose All
nirgends ein Indiz für die bodenlose Erde
all die Welt nur ein tiefschwarzer Wasserball

Backbord leuchtet der Mond gemächlich gelb
von Traubenwolken hin und wieder vergraut
man fragt sich sehr oft wer dort wohnt
und beobachtet wie man sich selbst beschaut

ein salziger Film, die Brise trocknet die Reling
man kratzt, man fährt ihn hin und wieder
läuft Kilometermeilen in Tiefseestiefeln
und der Ozean trocknet die Lieder

und manchmal wenn die Spiegelungen sich weben
tanzen die schwarzen Wellen dahin
man sieht sie so rythmisch vorbeiziehen
doch ein Muster der Schwingung sucht man vergeblich darin

Mittwoch, 11. Mai 2011

verstrick dich

Kisten türmen sich
Gedanken stürmen mich
Musik verzaubert dich

das Meer erobert mich
Gesichter sehen sich
Gefühle erwidern mich

Probleme ergeben sich
Situationen lösen dich
Geschichten erzählen sich

Unfassbares erklärt mich
Bedeutsames wiederholt sich
Zufall, verstrick dich