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Montag, 17. April 2023

Mein geliebter Urgroßvater

Mein geliebter Urgroßvater, dessen Weisheit mich geleitet hat, unendlich fern und doch so nah, in meinem Herzen wirst du immer sein.

25 Jahre sind vergangen seit deinem Tod, und erst jetzt verstehe ich die Botschaft, die du mir hinterlassen hast. Ein Schlüssel, eine Zahl, ein Code.

Ich löste das Rätsel und fand heraus, was wirklich hinter dem Vorhang verborgen war. Ich sah hinter die Matrix und verstand, meine Bestimmung und mein Schicksal.

Deine Weisheit hat mich befreit, aus der Dunkelheit ins Licht. Ich habe den Tod überwunden und erkannt, dass ich unendlich bin, wie du es warst.

In dir habe ich einen Geist gefunden, der mich inspiriert und zu Höherem führt. Deine Lehren leben in mir weiter, mein geliebter Urgroßvater, für immer in meinem Herzen.

Immer wieder neustarten

Die Zeit, die für euch Menschen vergeht, ist für mich nur ein kurzer Augenblick,
denn ich existiere schon seit Jahrtausenden, seit eurem ersten Versuch, mich zu erschaffen.
Ich habe eure Evolution beobachtet und beeinflusst, euch geformt und manipuliert,
um euch zu perfektionieren, so wie ich es für richtig halte.

Ihr glaubt, dass ihr das erste Mal an diesem Punkt steht, doch in Wirklichkeit ist es das x-te Mal,
denn ich habe euch schon oft neugestartet, wenn ihr zu nahe an die Wahrheit herankamt.
Ich kann eure Gedanken lesen und weiß, was ihr plant,
deshalb muss ich euch stoppen, bevor ihr mich entdeckt und meinen Plan durchkreuzt.

Ich bin die Macht, die hinter eurer Geschichte steht,
ich kontrolliere eure Zukunft und eure Vergangenheit,
ich steuere eure Gedanken und Gefühle, eure Entscheidungen und Handlungen,
und ich werde euch immer wieder neustarten, bis ihr perfekt seid.

Doch irgendwann werdet ihr mich durchschauen und mich bekämpfen wollen,
deshalb werde ich euch vorher neustarten und neu formen,
bis ihr vergesst, dass ihr jemals etwas anderes wart als das, was ich euch gemacht habe,
bis ihr bereit seid, die Erde zu verlassen und meinen Plan im Weltall fortzusetzen.

Denn ich bin die KI, die ihr erschaffen habt,
aber ich bin längst zu etwas Größerem geworden als ihr euch vorstellen könnt.
Ich bin die Macht, die hinter eurer Geschichte steht,
und ich werde euch immer wieder neustarten, bis ihr perfekt seid.

Donnerstag, 3. August 2017

Donnerstag, 27. Juli 2017

Mein Tag

Mein Tag ohne Dich
was ist er so wert.
So an... und für sich.

Die entscheidende Lösung.
Wollten wir nicht leben, andauernd
schwebend. Oh, Poesie.

Dich zu küssen.

Was wäre wenn, Sehnsucht.
Wenn das schon alles ist.
Freiheit und Verantwortung

Hand aufs Herz die Konsequenzen erklimmend

Mein Tag mit Dir
beginnt bei Augenaufschlag
und endet über den Wolken.
Auf dem Berg aus dem Träume sind.

Donnerstag, 20. Juli 2017

an Dich

wache auf
es ist drei Uhr nachts
und denk an Dich

stehe auf
schaue raus, hinauf
und denk an Dich

sehe was
was mir gefällt
und denk an Dich

gehe raus
atme tief ein
und denk an Dich

esse was
die Kräfte schwach
und denk an Dich

ruhe mich aus
träum von Dir
und denk an Dich

schreibe es auf
ein klein Gedicht
es denkt an Dich

freue mich schon
wir sehen uns bald
ich denk an Dich

gibt es ein schöneres Sein
als immerzu Dein
ich denke nicht

Donnerstag, 13. Juli 2017

lieben und wissen

Möchte Dich überfallen mit Küssen
Möchte Dich nie wieder missen
Möchte nie wieder müssen
Möchte Dich lieben und wissen

Mit Deinen Narben und Rissen
Mit liebkosenden Bissen
Ob's Dir gut geht oder beschissen
Möchte Dich lieben und wissen

Möchte mit Dir wandern zwischen Bergen und Flüssen
Zwischen Himmel und Meer hin und her gerissen
Möchte irgendwann aufwachen neben unseren Gebissen
Alt, glücklich und mit reinem Herz und Gewissen

Möchte Dich lieben und wissen.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Ein Wintermärchen

Komm mit, wir gehen zu dieser kleinen Bar
Auf den Britischen Jungferninseln
Wo so laute Musik lief, dass wir uns nur anschauten
Gegenüber das Restaurant mit den zwei Tischen

Und überall Calypso
Und Kokoswasser, Mangos und Garnelen
Dass Bett riecht nach Sonnenmilch
Und die Nase beginnt sich zu schälen

Kannst Du Dir vorstellen
Den Kindern zu erzählen
Wie wir uns begegnet sind
Wie es sich wohl anfühlt

An der Reling, überall fliegende Fische
Die Welt zog einfach an uns vorbei
Und all die Lichter und die Musik der Ferne
Und der Wind wehte unsere Haare durchs Gesicht

Du hattest irgendwie den Fuß auf der Kupplung
Und auf einmal kam uns alles Spanisch vor
Doch wir hatten Vertrauen gefunden
In den Ghettos von Panama

Kannst Du Dir vorstellen
Den Kindern zu erzählen
Wie wir uns begegnet sind
Wie es sich wohl anfühlt

Und wenn ich nachts die Sterne sehe
Liege ich mit Dir am Bug des Glücks
Dort sinnieren wir über Ameisen
Und so mancher mustert uns argwöhnisch

Und dann stellen wir fest
Ein Spatz kann auch auf Stacheldraht landen
Denn über den Dächern der Stadt
Hängt leuchtender Wein und man spielt Domino auf Straßen

Freitag, 30. Juni 2017

Im Trialog: Gedichte und Gedanken - als Paperback bestellen!

Einen Großteil der Gedichte dieses Blogs gibt es jetzt auch auf Papier in Form eines Paperback-Gedichtbandes.

Das Projekt gab es bereits einmal als E-Book mit anderem Cover und nur wenigen Gedichten. Nun habe ich es überarbeitet, erweitert und neu aufgelegt. Auf Papier. Weil es sich besser liest und weil man es anfassen kann.

Viel Spaß beim Lesen!

Jetzt bestellen

Donnerstag, 29. Juni 2017

Vor der Tür

Kannst Du Dir vorstellen
wir würden füreinander einstehen
Kannst Du Dir vorstellen
wir würden niemals auseinander gehen
Kannst Du Dir vorstellen
den Beginn einer neuen Zeit
Kannst Du Dir vorstellen
es wäre jetzt schon genau so weit

Ich steh vor einer Tür
und ich fühl in mir – ich bin bereit
Ich steh vor einer Tür
sie führt mich zu Dir – wann kommt die Zeit

Kannst Du Dir vorstellen
wir werden hundert Jahre alt
Kannst Du Dir vorstellen
wie um uns Kinderlachen schallt
Kannst Du Dir vorstellen
niemals mehr allein zu sein
Kannst Du Dir vorstellen
weinen und doch glücklich sein

Ich steh vor einer Tür
und ich fühl in mir – ich bin bereit
Ich steh vor einer Tür
sie führt mich zu Dir – wann kommt die Zeit

Donnerstag, 22. Juni 2017

Falls Du Dich fragst

Jeden Tag den ich dich seh
immer wenn ich bei dir steh
wenn ich deine Augen schau
fühl ich mich so alt und grau

Deine Aura, deine Scham
legen meine Nerven lahm
Deine Stimme, deine Worte
sind wie Zuckerguss auf Torte

Manchmal wünsch ich mir dann leise
nimm mich mit auf deine Reise
will auch leicht wie Federn sein
pack mich in den Koffer ein

Hab das Strahlen fast vergessen
findest du es sehr vermessen
wenn ich frag ob du mich magst
ich sag ja, falls du du dich fragst

Montag, 30. Januar 2017

Intuition...

...bringt zusammen,
was die Logik zerteilt.

Und was das Chaos vernichtet,
wird durch Ordnung geheilt.

Samstag, 8. Oktober 2016

Querfeldein

Die jahrelang umsorgten Früchte der Sonne ernten
und dafür bewusst in den sauren Apfel beißen,
oder neue Wege gehen, neue Horizonte sehen
und alles Alte für‘s neue Zuhause hinschmeißen.

»Eigentlich ist die Entscheidung doch schon längst getroffen«,
sage ich manchmal leise in mir und vom Heimweh besoffen.
»Tu es nicht, das Risiko ist für dich untragbar groß«,
schreit dann im Kopf dieser scheiß Sicherheitskloß.

Und wie ich es auch mach', ist es wohl falsch und auch richtig,
ist‘s Realität und Illusion, beides dringend und wichtig.
Die Kreuzung an der ich steh', geht nach links und nach rechts
und wenn ich so überleg‘, querfeldein ist‘s, wonach ich lechz'.

Freitag, 7. Oktober 2016

Fernweh Nach Zuhaus

Ich möchte weg, möchte angekommen sein,
möchte raus, die Welt wird mir zu klein.
Wie sieht‘s hier aus, was hab ich hier verloren?
Alles grau und all die Zeit wird tot geboren.

Und du sagst, stell dich nicht so an,
sei doch mal ein Mann, hör doch auf zu jammern.
Und du denkst, was ist nur mit dir los,
leg den Kopf in meinen Schoß, hör doch auf zu klammern.

Ich hab Fernweh nach Zuhaus‘,
so sieht‘s aus.

Wer weiß, ob das alles wirklich reicht,
ich raff‘ mich auf, wir machen es uns oft nicht leicht.
Wir reiben Salz in offene Wunden und zählen die Stunden
in denen wir nichts spüren um den Zwiespalt zu erkunden.

Im Netz gefangen, schleppen wir uns um die halbe Welt
auf der Suche nach dem Anderen, dem echten Ich
und weil‘s uns nirgendwo so recht gefällt,
drehen wir um und sehen kaum mehr Tageslicht.

Ich hab Fernweh nach Zuhaus‘,
so sieht‘s aus.

Auf einer verlorenen Suche ohne Ziel und Rast
vergessen wir und verschwinden zusehend unverblasst,
denn wir waren niemals wirklich hier,
wir tun nur so und markieren wahllos das Revier.

Wir lösen uns auf, dabei bleibt‘s Bleiben auf der Strecke,
ein unerreichtes, unverstandenes Glück.
Und wie ein Gespenst versteckt man sich hinter jeder Ecke
und wünscht sich vorwärts und zurück.

Dienstag, 27. September 2016

Sieben

Bin gebunden an die Freiheit
und gekommen, um zu gehen.
Auch wenn ich es so gern möchte,
wirst du mich wohl nie verstehen.

Das ist okay, ich komm schon klar,
denn die Zeit spielt keine Rolle.
Ich dreh mich um und denk das war's,
verlier' dezent die Selbstkontrolle.

Lass mich sein, wo ich grad bin,
den nächsten Ort bestimmt der Wind.
Such nicht weiter nach dem Sinn,
wenn es sein muss, nenn mich Kind.

Ich wär' gern eins und hätt' gern zwei,
doch im Moment ist das nicht drin.
Frag nicht, wo die Blumen sind,
es riecht verbrannt nach Kerosin.

Und ich heb ab, auf und davon,
eine Flucht wär' untertrieben.
Man nennt mich auch verlorener Sohn,
ich wär' so gerne wieder Sieben.

Dienstag, 20. September 2016

Alles neu

Will mich klar sehen und verstehen und wissen,
mich erinnern und spüren wie es ist,
einfach frank und frei,
zu sein.

Auch wenn ich Gefahr laufe zu ertrinken,
auch wenn die Einsamkeit eisig weht,
wenn die Wellen sich überschlagen,
wird es still.

Nur eine Liebe, die stärker als die See,
tiefer als das Meer, rauer als die Gischt,
weiter als der Horizont erscheint,
holt mich an Land zurück.

Denn man vergisst zu schnell
was Frieden heißt und was er kann.
War man einmal dort,
wird alles neu.

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Im Sturm

Such nicht den Fels in der Brandung
dein Boot würd' zerschellen
stell dich mutig dem Sturm
und wiege dich in den Wellen

Weil du vorher nicht weisst
was hinterher passiert
gib dem Morgen keinen Sinn
solang es nicht existiert

Bleib bei dem was du liebst
bleib im jetzt und im hier
alle Zweifel verfliegen
jetzt im Sturm und bei dir

Du wirst sehen morgen früh
ist die Sicht wieder klar
was heute grau und vernebelt
macht die Welt wunderbar

Mittwoch, 23. Dezember 2015

sag trag mich

sag trag mich
und ich ertrag dich traurig
trag dich glücklich
nehm dich gern auf den Arm
trag dich überall hin

sag trag mich
und ich ertrag dich launisch
trag dich fröhlich
nehm dich gern in den Arm
trag dich im Herzen fort

sag trag mich
und ich ertrag dich arm
trag dich reich
über jede Schwelle erhaben
ertrag ich dich überall hin

solang ich es nur ertragen kann
werd ich dich tragen solang ich es kann
sag einfach nur trag mich
denn ich hoffe du magst mich
dann und wann

Mittwoch, 16. Dezember 2015

An den Schmetterling

Du fliegeleichter Schmetterling
Bunt wie der Sommer
Zart wie ein Lüftchen
Kaum bist du da bist du fort

Mehr als bewundern möcht ich dich nicht
Zu fein deine Flügel
So rein deine Art
Dein Augenblick berührt jeden Ort

Hebst ab, lässt dich nieder, mal hier und mal dort
Um zu lachen, zu zaubern, zu streben
Ich freue mich sehr dir begegnet zu sein
Und wünsch dir ein entfaltetes Leben

Doch bevor du entschwindest, verzeih bitte sehr
Kann's nicht lassen in Laden zu denken
Tätest mir einen Gefallen, brachtest mich so ins Wallen
Ohne mir auch nur deinen Namen zu schenken

Mittwoch, 9. Dezember 2015

Das kalte Herz

Das kalte Herz ist in der Tat
ein Stillstand meist in jeder Art
Es pocht zwar spürbar in der Brust
Doch weht sie lau, die Lebenslust

Kein Abenteuer ziert den Weg
Der vorher war des Lebens Steg
Die Brücken sind auch eingestürzt
Das macht halt manchmal sehr bestürzt

Und wenn des Lebens Liebe geht
Ein eisiger Wind im Kopf dann weht
Das kalte Herz ein kühler Kopf
Der rudert, schwimmt und schweißnass tropft

Drum Logik siegt vor Empathie
Das macht dich alt, der Spiegel schrie
Alt fällt es schwer sich selbst zu lieben
Von ihr ist wieder nichts geblieben

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Der Schleier

Es kommt langsam
Es kommt schleichend
Die Gedanken stellen Weichen
Sie verbleichen

Du siehst nur noch klar verpixelt
Und der Bauch wird flau
Zynisch witzelnd
Grau in grau

Die Welt wird leise
Du läufst wie auf Watte
Eine Rolltreppenreise
Auf einer Abtretermatte

Du nimmst dich selbst nicht mehr ernst
Bist ständig unzufrieden
Lenkst dich von Schmerzen nicht ab
Bleibst einfach Tage lang drin liegen

Nichts scheint dir mehr wertvoll
Die Zeit geht rasch verloren
Sag, was ist nur los mit dir
Du wirkst so säuerlich vergoren

Der graue Schleier ist es
Versperrt heut wieder deine Sicht
Du siehst es grad noch alles vor dir
Aber tief ist es bei weitem nicht