Montag, 8. April 2013

Melancholie

... ist die Metamorphose des Menschen zum Schmetterling.

Samstag, 16. März 2013

Sag nichts mehr

seit Tagen schon
versuch ich nun
dich zu erreichen

das Einzige
was noch fehlt
ist ein Lebenszeichen

und mein Herz das klopft
ganz unrhythmisch
weil es so doll an dir hängt

ich will doch nur wissen
ob es dir gut geht
und ob du manchmal an uns denkst

ob du manchmal an uns denkst
ob du manchmal an uns denkst

und endlich dann
gehst du mal ran
und ich freu mich wie ein Kind

und ich hör dir zu
finde endlich Ruh
vertrau dir blind

bis du mir sagst
wir müssen reden
du trägst den Ring nicht mehr

und ich ahne schon
was jetzt gleich kommt
bitte sag nichts mehr

bitte sag nichts mehr
bitte sag nichts mehr

bitte sag nichts mehr
sag nichts mehr
sag nichts mehr

sag nichts mehr

Dienstag, 5. März 2013

Raumklang:
Von Quadrophonie bis Dolby Digital

Wenn man heute die Heimkino-Abteilung diverser Elektrofachgeschäfte betritt, oder sich die Ausstattung von Kinosälen anschaut, ahnt man nur noch wenig von den ursprünglichen Herausforderungen der Audiobranche den Mehrkanalton verkaufsfähig zu machen.

Überall wimmelt es von Logos und Emblemen diverser Anbieter, die Geräte bieten eine ganze Palette von Features und Räume scheinen keine Herausforderung mehr zu sein. Das war nicht immer so.

Freitag, 1. März 2013

bin wie

bin Lala
wie Tipsy und Po
bin da da
wie Mama und Co
bin der da
wie du da und so
bin i-A
wie der Esel im Zoo

bin Gaga
wie die Lady in red
bin Haha
wie das Näpfchen mit Fett
bin Soso
wie das s im sz
bin 00
wie im Auftrag ihrer Majestät

bin Har Har
wie der Kapitän im Hafen
bin Sum Sum
wie die Bienen die nie schlafen
bin gar gar
wie ein gut gesalzner Braten
bin piep piep
wie die Vögel im Garten

bin ho ho
wie der Weihnachtsmann zu Ostern
bin Helau
wie Karneval im Kloster
bin ja ja
wie nicht jetzt, sondern gleich
bin ich verliebt?
wie nicht arm, sondern reich

Donnerstag, 28. Februar 2013

der Frage Sinn

wem nützt das Träumen tatenlos
zusehends Frust entsteht und er wird groß
bis es platzt, dein Leben, der Ballon zu voll
von Schall und Rauch den keiner brauch
wem nützt die Tat ohne Wunsch und Ziel
dem Druck gebeugt, es wird zu viel
gemacht und gedacht ohne Sinn und Verstand
wenn man nie träumt vom fernen Land
kein Ufer findet selbst das Meer
verschluckst du dich, dann frag woher
kommt all das Wasser, wo fliesst es hin
die Antwort ist der Frage Sinn

Montag, 28. Januar 2013

Die Sagen

Und ich rauch eine nach der anderen
Öffne unbemerkt die Flasche Wein
Es ist die zweite nach der anderen
Eine Flucht ins Glücklichsein

Und all die Welt besteht aus Stolz
Eitelkeit, Wut, Egomanie
Und ich mocht’ das auch einmal
Aber verstanden hab ich es nie

Ich versink in Philosophie
Forsche nach dem Sinn des Seins
Und stoß immer wieder nur
Auf Besitz, und deins und meins

Wann hört sie auf, die Gier nach ich
Wo fängt sie an, die heile Welt
Und wer weiß was wann über sich
Wenn man nur tut was selbst gefällt

Und falls Herr Pawlow mit seinen Hunden
Nicht reicht als Hauptbeweis
Wohin führen dich die Stunden
Wenn nicht zum Konditionsverweis

Denn wir sind Summe aller Tage
An denen wir hängen wie Fliegen am Licht
Und verbrennend wird Leben zur Plage
Selbst wenn man es liebt, oder auch nicht

Ich bezweifle nicht das Schöne
Dennoch wiege ich es auf
All die Kasper und deren Löhne
Schmerzen nehmen wir in kauf

Manche wollen sie sogar
Und definieren uns damit
Und wahre Schmerzfreiheit bleibt rar
Manipuliert auf Schritt und Tritt

Doch wenn wir uns ernsthaft mal fragen
Wer ist wir und wer bin ich
Verschwinden urplötzlich die Sagen
Um das Du und Ich an sich

Samstag, 17. November 2012

Gefährliches Halbwissen:
Warum man auf Eierkartons an der Wand verzichten sollte

Immer wieder begegne ich in Proberäumen, bei Musikern zuhause und auch bei Technikern in Projektstudios brandgefährlichem Halbwissen in Form von Eierpappen bzw. Eierkartons an den Wänden.

Zugegeben, auch ich beging diese noch dazu ausgesprochen hässliche Sünde, doch wurde glücklicherweise durch mein Studium eines besseren Wissens belehrt und aufgeklärt.

Meine Erkenntnisse teile ich euch gerne mit:

Montag, 29. Oktober 2012

Mitbringsel

hab mich gar sehr im Schmerz gewunden
der Vergangenheit Last ward mir so schwer
und dann hab ich Dich gefunden
gabst mir Hoffnung, Sinn und mehr

musst’ erst dem alten Herz vergeben
verzeih mir meine wirre Wut
jetzt fang ich an für Dich zu leben
weil Du mir zeigtest, es wird gut

werd nun auf eine Reise gehen
der Abschied fällt auch mir sehr schwer
doch für Dich will ich die Menschen sehen
die Täler, Berge und das Meer

will all die schönen Dinge sammeln
sie Dir zu schenken, anstatt Geld
um ganz zu Dir zurück zu kommen
fahr ich einmal um die Welt

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Der Mensch

... ist wie die Natur ein unvergleichbar fragiles, in sich geschlossenes System, was dennoch nur in Einheit mit seiner Umgebung das erreichen kann, wozu es geschaffen wurde. Den Fluss der Energie und das Streben nach Harmonie zu erkennen und zu leben.

Mittwoch, 29. August 2012

Gezeiten

Wie der Mond um die Erde
die Gezeiten bestimmt,
so drehen sich meine Planeten
um deine Sonne, mein Kind.

Wie all die Kinder spielend
am Feuer sich verbrennen,
um darauf hin nie wieder spielend
sich im Schmerz zu erkennen.

Wie die Flut und die Ebbe,
ein recht ungleiches Paar,
sich niemals begegnend
und sich doch so sehr nah.

Wie wir glauben an das Gute,
weil man ihn sonst nicht erträgt,
den Glauben an die Route,
auch ohne Navigationsgerät.

Wie die Schönheit der Erkenntnis,
sei sie groß oder sei sie klein,
würden auch wir gerne ewig bleiben,
wenn wir es könnten, nie mehr allein.

Mittwoch, 8. August 2012

Wie das Leben läuft

Dein Blut läuft durch meine Adern
Tränen laufen mir über die Wange
Und wenn die Nase läuft
Wie das Leben läuft

Wir laufen über die Straße zum Garten
Wir laufen um die Wette und der Motor läuft
Der Hund ist entlaufen
Wie das Leben läuft

Wir laufen Gefahr uns zu vergessen
Auf die Plätze fertig los und wir laufen davon
Erster, zweiter, dritter Lauf
Wie das Leben läuft

Und die Erde läuft um die Sonne
auf dem Mond laufen Menschen
Und der Fluss läuft zum Meer
Wie das Leben läuft

Und es läuft wie am Schnürchen
In der Zwischenzeit läuft ein Film
In dem verlaufen die Farben
Wie das Leben läuft

Und die Angst läuft aus dem Ruder
Denn die Sanduhr läuft wieder
Und der Akku läuft aus
Weil das Leben läuft

Und ließen wir uns laufen
Wie der Hase läuft
Was dann alles liefe
Wenn das Leben läuft

Riesenrad

Ich hab ein Riesenrad
In meinem kleinen Garten stehen
Komm lass uns heute noch
Zusammen ein paar Runden drehen

Wir steigen ein und
Die Türen schliessen selbsttätig
Ganz oben angekommen
Sehen wir darüber weg

Und die Sonne geht auf

Du sitzt mir gegenüber
Zwischen uns der Horizont
Bei dir ist schon Tag
Bei mir ist noch Nacht

Wir drehen uns im Kreis
So lang es uns gefällt
Und irgendwann
Halten wir an

Und die Sonne geht auf

Manchmal träume ich davon
Teil deiner Gondel zu sein
Und dann wach ich leise auf
Und ich bin wieder allein

Sonntag, 8. Juli 2012

here I am

I need no identity
to know who I am
there is a soul in me
showing here I am
here I am

my mind is making things go wrong
that is not who I am
I am you I am me
I am here right now 
I am

I need no history
to know who I am
there is a space in me
showing here I am
here I am

my brain is making things go wrong
that is not who I am
I am you I am me
I am here right now
I am

And if you can’t see
And if you feel blind
And if you don’t like
And if I won’t mind

I need no fantasy
to know who I am
there is a love in me
showing here I am
here I am

my thoughts are making things go wrong
that is not who I am
I am you I am me
I am here right now
I am

And if you can’t see
And if you feel blind
And if you don’t like
And if I won’t mind

I need no destiny
to know who I am
there is a peace in me
showing here I am

here I am
here I am
here I am

Samstag, 7. Juli 2012

Die Seele

... ist eine Dimension, die zwischen Sein und Nicht-Sein unterscheidet. Sie ist allgegenwärtig und zeitlos. Sie kann nicht erklären und auch nicht begründen. Sie dient einzig und allein dem Erkennen, der Erkenntnis. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Montag, 18. Juni 2012

Immer wenn du lachst

Immer wenn du lachst
Vergess ich meine Schulden
Spür ich keine Schmerzen
Kenne ich den Weg

Immer wenn du sprichst
Seh ich meine Träume
Denk ich was ich fühle
Weiß ich wer ich bin

Immer wenn du schläfst
Finde ich keine Ruhe
Erzähl ich dir Geschichten
Flieg ich mit dir fort 

Immer wenn du fragst
Hör ich auf zu reden
Geb ich dir die Antwort
Nehm ich mir die Zeit 

Immer wenn du gehst
Bin ich unterwegs
Merk ich was mir fehlt
Komm ich früh zu spät

Immer wenn du weinst
Kann ich in dein Herz sehen
Werd ich dich in den Arm nehmen
Möcht ich dir verzeihen

Auch wenn du nicht
immer bei mir bist
Ich bin da wo du
mich nicht vermisst

Bei dir

Montag, 4. Juni 2012

Dort

Du siehst mich an
Und ich seh dir an
Du siehst mir an,
dass ich es nicht sagen kann
Es sieht so aus
Wie bei dir Zuhaus
Und das Licht geht aus
Bitte komm sofort da raus
Es ist bekannt
Da ist ein Loch in meiner Wand
Doch ich suche den Sand
In dem ich dich einst fand
Und im Meer sammeln sich die Tränen
Von Seelen die sich quälen
Von denen die sich sehnen
Nicht nur ab und anzulehnen

Und es ist soweit, soweit das Auge reicht
Es ist soweit, so weit von dir entfernt
Es ist soweit, so weit, soweit ich weiß
Haben wir uns dort kennen gelernt
Und du wartest
Auf irgendein Zeichen
Von irgendeinem Menschen
Irgendwo auf der Welt
Bei dem sieht es so aus
Wie bei dir Zuhaus
Und das Licht geht aus
Und er fährt sofort nach Haus
Es ist bekannt
Da ist ein Loch in seiner Wand
Doch er sucht den Verstand
In dem er sich einst fand
Und im Meer sammeln sich die Tränen
Von Seelen die sich quälen
Von denen die sich sehnen
Nicht nur ab und anzulehnen

Und es ist soweit, so weit das Auge reicht
Es ist soweit, so weit von dir entfernt
Es ist soweit, so weit, soweit ich weiß
Haben wir uns dort kennen gelernt

Dienstag, 10. Januar 2012

Sternenklar

Sternenklar seh ich dich vor mir
Und es wird bitterkalt
Funkelnde Illusion
der Mond lacht mich aus
Und ich fühl mich bitteralt

Rot Grüne Signale
hinterlassen Spuren am Himmel
auf See und in mir
Wo bist du
nicht nur wenn ich dich brauche
Bin ich bei dir

Unsere Bäume sterben
wie Arterien und Venen
Ohne Blutkörperchen
Sauerstoffnot
und erfrorene Tränen
Die Zeit bleibt nicht stehen

Wenn ich mit dir rede, dann sieh mich an
Sieh mir ins Gesicht und sag mir dann
von ganzem Herzen
gebrochenen Herzens
Ich liebe nur mich

Donnerstag, 5. Januar 2012

wiederholte wendung w

was wäre wenn wir wissen
würden was wir wollen
wenn wünsche wahrheit würden
wahrheit wieder wünsche werden
würden wir weiter warten?

wie wahrscheinlich wird
was weichkaltes weihwasser war
wieder wundwarmer wein
wie wahrscheinlich wird
was waghalsige wollust war
womöglich wider weisheit

wie wahllos wird
wer wir werden
wenn wir wüst wünschten
wie wahllos wird
wohin wir wollen
wenn wir weiter wüssten

wir würden wieder was wir wagen
würden weiter widmen wofür wir werben
wir wären wachsam wandelnde waagen
weil wir wiegen wen wir wiedersehen

wie widersprüchlich wir wieder wären
welch wundervolle welt würde wachsen
wann, wo, wer, wohin, warum, weshalb, wieso
was wäre wenn wir wünschten
wir wüssten was wir wollen

so verändert

Wie das Ying ohne Yang
Wie die Kutsche ohne Gespann
Wie der Brief ohne Marke
Wie der Joker ohne Karte
fühl ich mich dann
so fühlt es sich an

Wie das Meer ohne Wellen
Wie der Hund ohne Bellen
Wie das Flugzeug ohne Flügel
Wie die Kleider ohne Bügel
zerknitterndes quälen
zerknittertes quälen
ohne dich
bin ich nichts und überall
ohne dich
schlägt mein Herz mit Überschall
ohne dich
komm ich nicht mehr aus mir raus
ohne dich
sieht alles so verändert aus
so verändert aus
so verändert ausser dir
sich meine Welt
ganz tief in mir
Wie der Wald ohne Tiere
Wie das Blut ohne Niere
Wie das Portrait ohne Gesicht
Wie der Spiegel ohne Licht

seh ich dich nicht
siehst du mich nicht

Wie der Atem ohne Luft
Wie Parfüm ohne Duft
Wie das Leben ohne Ziel
Wie die Regeln ohne Spiel

ein beschissener Stil
was für ein beschissener Stil

ohne dich
bin ich nichts und überall
ohne dich
schlägt mein Herz mit Überschall
ohne dich
komm ich nicht mehr aus mir raus
ohne dich
sieht alles so verändert aus
so verändert aus
so verändert ausser dir
sich meine Welt
ganz tief in mir
Wie das Segel ohne Wind
Wie die Mutter ohne Kind
Wie der Baum ohne Blätter
Wie die Not ohne Retter
verängstigt und blind
beängstigend blind
ohne dich
bin ich nichts und überall
ohne dich
schlägt mein Herz mit Überschall
ohne dich
komm ich nicht mehr aus mir raus
ohne dich
sieht alles so verändert aus
so verändert aus
so verändert ausser dir
sich meine Welt
ganz tief in mir

Montag, 26. Dezember 2011

zweitausendelf

zweitausendelf
vergangene Tage
erfüllt von Hoffnung
und manchmal auch Plage
redselige Stunden
unsägliche Meilen
kilometertiefe Wunden
die nie wieder heilen

zweitausendelf
gelassene Taten
gegen die Wut
und für das Warten
für die Geschichte
und für die Träume
abertausend Gedichte
und wachsende Bäume

zweitausendelf
verschiedene Freunde
geöffnete Türen
verlassene Räume
unpassende Orte
verpasste Worte
verschenkte Momente
von Anfang bis Ende

zweitausenelf
ertrunkene Gedanken
enttäuschte Gefühle
geschlossene Schranken
Wolken am Himmel
Vögel in Scharen
und sie erzählen
wo wir schon waren

zweitausendzwölf
bevorstehende Tage
erfüllt von Hoffnung
und manchmal auch Plage
redselige Stunden
unsägliche Meilen
kilometertiefe Wunden
die nie wieder heilen

Montag, 19. Dezember 2011

in meiner Stille

unsere Worte scheinen tot
es scheint verdammt lang her zu sein
und da wo du auch immer wohnst
leb ich schon lang nicht mehr allein

wir hatten uns damals versprochen
unser Schweigen nie zu brechen
jeder hatte sich verkrochen
um am Schweigen zu zerbrechen

und aus all den tausend Scherben
hab ich ein Mosaik gebaut
und du kannst dich darin sehen
ich seh ein Puzzle deiner Haut

deine Bilder mit meinen Farben
deine Ängste und meine Narben
deine Augen durch meine Brille
und du schläfst tief in meiner Stille

zähl die Lieder und zähl die Nächte
zählt die Antwort? zählt das Echte?
zählt was kommt, oder was war?
das ist mir alles nicht ganz klar

und wenn ich wieder weiter geh
und wenn ich wieder weiter seh
wohin das ganze weiter führt
bleib ich von dir weiter berührt

zähl die Lieder und zähl die Nächte
zählt die Antwort? zählt das Echte?
zählt das alles überhaupt
auch wenn keiner daran glaubt

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Auf nimmer wiederhören

Du willst immerzu nur reden
Zuhören hast du nie gelernt
Du erzählst aus deinem Leben
Daraus hast du mich entfernt

Willst die Wahrheit nicht mal wissen
Und hältst dich für superschlau
Die Verbindung abgerissen
Zwischen Herz und Tagesschau

Du willst immerzu nur nehmen
Doch wann nimmst du dir mal Zeit
Zu verzeihen und zu vergeben
Manchmal tust du mir nur Leid

Manchmal möcht ich von dir wissen
Warum du Anderen nichts gönnst
Geht’s dir wirklich so beschissen
dass du nur dich selbst verwöhnst

Sag mir wohin soll das führen
Wenn nicht nirgendwo mehr hin
Deine Missgunst kann ich spüren
Ganz egal wo ich auch bin

Sag mir wer soll das verstehen
Wenn nicht keiner von uns beiden
Meine Seele kann man sehen
Deine muss sich erst noch zeigen

Und wenn du mich wieder anrufst
versuchst mir irgendwas zu schwören
Werd ich drei Worte zu dir sagen
Auf nimmer wiederhören

Mittwoch, 28. September 2011

Schwerelosigkeit

ich such nach Worten
die dich beschreiben
ich such nach Menschen
die für immer bleiben

ich such nach Nächten
die niemals enden
ich such nach Narben
in meinen Händen

ich finde einfach keine Ruh’
und schau mir selber dabei zu
kannst du mir bitte erklären
warum du! warum du?

ich such nach Sehnsucht
die nie vergeht
ich such nach Freundschaft
die mich versteht

ich such nach all den Träumen
die man vergisst
ich such nach den Momenten
die man vermisst

ich finde einfach keine Ruh’
und schau mir selber dabei zu
kannst du mir bitte erklären
warum du! warum du?

ich such nach zarten Bäumen
mit dicken Rinden
ich such nach alten Zäunen
die bald verschwinden

ich such nach Schwerelosigkeit
dem lebendigen Beweis

ich finde einfach keine Ruh’
und schau mir selber dabei zu
kannst du mir bitte erklären
warum du! warum du?

Montag, 29. August 2011

vermessen

wäre es absicht
lieber mein, oder dein
der erinnerung traum
im verloren sein

vakante bedingung
zwei blicke erreichen
in ewiger schwingung
automatische weichen

du noch hier, ich dort
unaussprechlich geleit
an keinem anderen ort
wir quasi zu zweit

aufgesparte chancen
widerstehen ersetzen
vernebelte wünsche
in phasen sich fetzen

der glaube von mir
illusorisch erahnt
das flüchtige wort
kaum alt bekannt

der zukunft gesicht
wird alles vergessen
bei spärlichem licht
sozusagen vermessen

Sonntag, 22. Mai 2011

Schwarze Wellen

wiegend schläft einzig der eiserne Riese
des Nachts geleitet ihn nur noch der Schimmer
die von weichen Kronen umhüllte surreale Stadt
man meint immer wieder sie bewege sich nimmer

am Horizont ahnt man einen Stern entstehen
er geht sanft heimlich auf und wieder unter
kommt man ihm näher bleibt er stets fern gesehen
kein Himmelskörper leuchtete je bunter

wäre nicht das Geräusch der sich brechenden Wellen
man glaubte es wäre das schwerelose All
nirgends ein Indiz für die bodenlose Erde
all die Welt nur ein tiefschwarzer Wasserball

Backbord leuchtet der Mond gemächlich gelb
von Traubenwolken hin und wieder vergraut
man fragt sich sehr oft wer dort wohnt
und beobachtet wie man sich selbst beschaut

ein salziger Film, die Brise trocknet die Reling
man kratzt, man fährt ihn hin und wieder
läuft Kilometermeilen in Tiefseestiefeln
und der Ozean trocknet die Lieder

und manchmal wenn die Spiegelungen sich weben
tanzen die schwarzen Wellen dahin
man sieht sie so rythmisch vorbeiziehen
doch ein Muster der Schwingung sucht man vergeblich darin

Mittwoch, 11. Mai 2011

verstrick dich

Kisten türmen sich
Gedanken stürmen mich
Musik verzaubert dich

das Meer erobert mich
Gesichter sehen sich
Gefühle erwidern mich

Probleme ergeben sich
Situationen lösen dich
Geschichten erzählen sich

Unfassbares erklärt mich
Bedeutsames wiederholt sich
Zufall, verstrick dich

Donnerstag, 5. Mai 2011

fence and prosperity

am I me
or am I you
is that real
or is that true

does it matter
or even worse
will it get better
a lack full of purse

can we ever prove
sense and sensitivity
will we bore to move
fence and prosperity

what is behind
what was before
are we so blind
do we adore

Mittwoch, 4. Mai 2011

als Traube

wem nützt die Liebe in Gedanken
wie die Trauben am Toskanahaus
kann sie wachsen und sich ranken
zugewachsen sieht’s viel schöner aus

die alten Fassaden aus Kriegszeiten
all die Löcher und Splitter
den harten Kampf erahnt man
und er macht traurig und bitter

wir wollen sehen wie es blüht
wie es sprießt und Duft versprüht
wir wollen sie atmen in Gedenken
und zufrieden die Arme verschränken

was passiert wenn wir sie öffnen
verletzbar würden wir sofort
doch an diesem schönen Ort
bleib ich als Traube gerne dort

und käme manchmal ein Tourist
der heimlich eine Traube isst
so gönn ich ihm sehr gern den Spaß
auch wenn er vielleicht mich auffraß

Never hide

... since you never will be found by the right people.

Dienstag, 3. Mai 2011

alles und nichts

bewundert und gelobt
für Dinge, die man nicht sehen kann

gehasst und belogen
für Taten, die man rückgängig machen möchte

begutachtet und bewertet
für Worte, die nicht aus dem eigenen Mund kamen

besolded und bezahlt
für die Unterdrückung der schmerzlichen Gewissheit

vergöttert und verehrt
für die Beständigkeit der Leidenschaft

hinterfragt und konfrontiert
nach dem Ausfall der Notbeleuchtung

ignoriert und weggeschaut
aus Angst vor sich verändernden Menschen

frittiert und filetiert
weil die Kartoffelpflanze ungenießbar bleibt

verbannt und unbestimmt
wenn alle Stricke reißen

belauscht und beobachtet
im Herzen hoffend auf die Wiederkehr

berauscht und gesegnet
runter kommen sie alle irgendwann

zerzaust und verregnet
alles und nichts kommt von ungefähr

ein Stück

ich komm zurück
keine Angst
sie kommt zurück
meine Angst

an dem Punkt waren wir schon
wir kommen zurück
Orientierung als Lohn
für einen Augenblick

vom Kuchen fehlt ein Stück
keine Angst
hat gut geschmeckt
deine Angst

die Krümel im Gesicht
das Schlucken fällt mir schwer
er ist ein bisschen trocken
aber das Rezept mag ich so sehr
komm wir backen einen neuen
diesmal bitte eine Torte
mit Etagen zum verlaufen
die von der einen Sorte

knetende Angst
sahniger Teig
er wird gehen
keine Angst

ich muss gehen
und ich komm zurück
um dich zu verstehen
ein Stück

notfalls freiwillig

der Job raubt mir mein Gewissen
wie du mir meinen eignen Verstand
wenn ich so lieg in meinem Kissen
träum ich von euch herzentflammt

erlöschen kann er und kannst du
erlösen allerdings nur unser Mut
darum hör ich dir so gerne zu
du weckst ihn in mir und er tut gut

bitte versteh, ich will dir nichts Böses
will nicht verletzen, stehe auch nicht Spalier
alles was ich will hatte ich bereits
alles was ich noch versuch gebührt dir

so viele Dinge verschwinden jeden Tag
unbedacht, vergessen oder verloren
selbst wenn man sich Mühe gibt und mag
bleibt vieles im Dunkeln beschworen

und falls wir den Lichtschalter noch finden
hab ich die Augen schon längst geschlossen
an die Dunkelheit gewöhnt seh ich Träume schwinden
wurde oft geblendet aber zum Glück nie erschossen

die Ideen, die Tage und Menschen
die es lohnt, halt ich auch weiterhin fest
damit sie nicht wieder verschwinden
bevor man sie notfalls freiwillig lässt