Montag, 18. Juni 2012

Immer wenn du lachst

Immer wenn du lachst
Vergess ich meine Schulden
Spür ich keine Schmerzen
Kenne ich den Weg

Immer wenn du sprichst
Seh ich meine Träume
Denk ich was ich fühle
Weiß ich wer ich bin

Immer wenn du schläfst
Finde ich keine Ruhe
Erzähl ich dir Geschichten
Flieg ich mit dir fort 

Immer wenn du fragst
Hör ich auf zu reden
Geb ich dir die Antwort
Nehm ich mir die Zeit 

Immer wenn du gehst
Bin ich unterwegs
Merk ich was mir fehlt
Komm ich früh zu spät

Immer wenn du weinst
Kann ich in dein Herz sehen
Werd ich dich in den Arm nehmen
Möcht ich dir verzeihen

Auch wenn du nicht
immer bei mir bist
Ich bin da wo du
mich nicht vermisst

Bei dir

Montag, 4. Juni 2012

Dort

Du siehst mich an
Und ich seh dir an
Du siehst mir an,
dass ich es nicht sagen kann
Es sieht so aus
Wie bei dir Zuhaus
Und das Licht geht aus
Bitte komm sofort da raus
Es ist bekannt
Da ist ein Loch in meiner Wand
Doch ich suche den Sand
In dem ich dich einst fand
Und im Meer sammeln sich die Tränen
Von Seelen die sich quälen
Von denen die sich sehnen
Nicht nur ab und anzulehnen

Und es ist soweit, soweit das Auge reicht
Es ist soweit, so weit von dir entfernt
Es ist soweit, so weit, soweit ich weiß
Haben wir uns dort kennen gelernt
Und du wartest
Auf irgendein Zeichen
Von irgendeinem Menschen
Irgendwo auf der Welt
Bei dem sieht es so aus
Wie bei dir Zuhaus
Und das Licht geht aus
Und er fährt sofort nach Haus
Es ist bekannt
Da ist ein Loch in seiner Wand
Doch er sucht den Verstand
In dem er sich einst fand
Und im Meer sammeln sich die Tränen
Von Seelen die sich quälen
Von denen die sich sehnen
Nicht nur ab und anzulehnen

Und es ist soweit, so weit das Auge reicht
Es ist soweit, so weit von dir entfernt
Es ist soweit, so weit, soweit ich weiß
Haben wir uns dort kennen gelernt

Dienstag, 10. Januar 2012

Sternenklar

Sternenklar seh ich dich vor mir
Und es wird bitterkalt
Funkelnde Illusion
der Mond lacht mich aus
Und ich fühl mich bitteralt

Rot Grüne Signale
hinterlassen Spuren am Himmel
auf See und in mir
Wo bist du
nicht nur wenn ich dich brauche
Bin ich bei dir

Unsere Bäume sterben
wie Arterien und Venen
Ohne Blutkörperchen
Sauerstoffnot
und erfrorene Tränen
Die Zeit bleibt nicht stehen

Wenn ich mit dir rede, dann sieh mich an
Sieh mir ins Gesicht und sag mir dann
von ganzem Herzen
gebrochenen Herzens
Ich liebe nur mich

Donnerstag, 5. Januar 2012

wiederholte wendung w

was wäre wenn wir wissen
würden was wir wollen
wenn wünsche wahrheit würden
wahrheit wieder wünsche werden
würden wir weiter warten?

wie wahrscheinlich wird
was weichkaltes weihwasser war
wieder wundwarmer wein
wie wahrscheinlich wird
was waghalsige wollust war
womöglich wider weisheit

wie wahllos wird
wer wir werden
wenn wir wüst wünschten
wie wahllos wird
wohin wir wollen
wenn wir weiter wüssten

wir würden wieder was wir wagen
würden weiter widmen wofür wir werben
wir wären wachsam wandelnde waagen
weil wir wiegen wen wir wiedersehen

wie widersprüchlich wir wieder wären
welch wundervolle welt würde wachsen
wann, wo, wer, wohin, warum, weshalb, wieso
was wäre wenn wir wünschten
wir wüssten was wir wollen

so verändert

Wie das Ying ohne Yang
Wie die Kutsche ohne Gespann
Wie der Brief ohne Marke
Wie der Joker ohne Karte
fühl ich mich dann
so fühlt es sich an

Wie das Meer ohne Wellen
Wie der Hund ohne Bellen
Wie das Flugzeug ohne Flügel
Wie die Kleider ohne Bügel
zerknitterndes quälen
zerknittertes quälen
ohne dich
bin ich nichts und überall
ohne dich
schlägt mein Herz mit Überschall
ohne dich
komm ich nicht mehr aus mir raus
ohne dich
sieht alles so verändert aus
so verändert aus
so verändert ausser dir
sich meine Welt
ganz tief in mir
Wie der Wald ohne Tiere
Wie das Blut ohne Niere
Wie das Portrait ohne Gesicht
Wie der Spiegel ohne Licht

seh ich dich nicht
siehst du mich nicht

Wie der Atem ohne Luft
Wie Parfüm ohne Duft
Wie das Leben ohne Ziel
Wie die Regeln ohne Spiel

ein beschissener Stil
was für ein beschissener Stil

ohne dich
bin ich nichts und überall
ohne dich
schlägt mein Herz mit Überschall
ohne dich
komm ich nicht mehr aus mir raus
ohne dich
sieht alles so verändert aus
so verändert aus
so verändert ausser dir
sich meine Welt
ganz tief in mir
Wie das Segel ohne Wind
Wie die Mutter ohne Kind
Wie der Baum ohne Blätter
Wie die Not ohne Retter
verängstigt und blind
beängstigend blind
ohne dich
bin ich nichts und überall
ohne dich
schlägt mein Herz mit Überschall
ohne dich
komm ich nicht mehr aus mir raus
ohne dich
sieht alles so verändert aus
so verändert aus
so verändert ausser dir
sich meine Welt
ganz tief in mir

Montag, 26. Dezember 2011

zweitausendelf

zweitausendelf
vergangene Tage
erfüllt von Hoffnung
und manchmal auch Plage
redselige Stunden
unsägliche Meilen
kilometertiefe Wunden
die nie wieder heilen

zweitausendelf
gelassene Taten
gegen die Wut
und für das Warten
für die Geschichte
und für die Träume
abertausend Gedichte
und wachsende Bäume

zweitausendelf
verschiedene Freunde
geöffnete Türen
verlassene Räume
unpassende Orte
verpasste Worte
verschenkte Momente
von Anfang bis Ende

zweitausenelf
ertrunkene Gedanken
enttäuschte Gefühle
geschlossene Schranken
Wolken am Himmel
Vögel in Scharen
und sie erzählen
wo wir schon waren

zweitausendzwölf
bevorstehende Tage
erfüllt von Hoffnung
und manchmal auch Plage
redselige Stunden
unsägliche Meilen
kilometertiefe Wunden
die nie wieder heilen

Montag, 19. Dezember 2011

in meiner Stille

unsere Worte scheinen tot
es scheint verdammt lang her zu sein
und da wo du auch immer wohnst
leb ich schon lang nicht mehr allein

wir hatten uns damals versprochen
unser Schweigen nie zu brechen
jeder hatte sich verkrochen
um am Schweigen zu zerbrechen

und aus all den tausend Scherben
hab ich ein Mosaik gebaut
und du kannst dich darin sehen
ich seh ein Puzzle deiner Haut

deine Bilder mit meinen Farben
deine Ängste und meine Narben
deine Augen durch meine Brille
und du schläfst tief in meiner Stille

zähl die Lieder und zähl die Nächte
zählt die Antwort? zählt das Echte?
zählt was kommt, oder was war?
das ist mir alles nicht ganz klar

und wenn ich wieder weiter geh
und wenn ich wieder weiter seh
wohin das ganze weiter führt
bleib ich von dir weiter berührt

zähl die Lieder und zähl die Nächte
zählt die Antwort? zählt das Echte?
zählt das alles überhaupt
auch wenn keiner daran glaubt

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Auf nimmer wiederhören

Du willst immerzu nur reden
Zuhören hast du nie gelernt
Du erzählst aus deinem Leben
Daraus hast du mich entfernt

Willst die Wahrheit nicht mal wissen
Und hältst dich für superschlau
Die Verbindung abgerissen
Zwischen Herz und Tagesschau

Du willst immerzu nur nehmen
Doch wann nimmst du dir mal Zeit
Zu verzeihen und zu vergeben
Manchmal tust du mir nur Leid

Manchmal möcht ich von dir wissen
Warum du Anderen nichts gönnst
Geht’s dir wirklich so beschissen
dass du nur dich selbst verwöhnst

Sag mir wohin soll das führen
Wenn nicht nirgendwo mehr hin
Deine Missgunst kann ich spüren
Ganz egal wo ich auch bin

Sag mir wer soll das verstehen
Wenn nicht keiner von uns beiden
Meine Seele kann man sehen
Deine muss sich erst noch zeigen

Und wenn du mich wieder anrufst
versuchst mir irgendwas zu schwören
Werd ich drei Worte zu dir sagen
Auf nimmer wiederhören

Mittwoch, 28. September 2011

Schwerelosigkeit

ich such nach Worten
die dich beschreiben
ich such nach Menschen
die für immer bleiben

ich such nach Nächten
die niemals enden
ich such nach Narben
in meinen Händen

ich finde einfach keine Ruh’
und schau mir selber dabei zu
kannst du mir bitte erklären
warum du! warum du?

ich such nach Sehnsucht
die nie vergeht
ich such nach Freundschaft
die mich versteht

ich such nach all den Träumen
die man vergisst
ich such nach den Momenten
die man vermisst

ich finde einfach keine Ruh’
und schau mir selber dabei zu
kannst du mir bitte erklären
warum du! warum du?

ich such nach zarten Bäumen
mit dicken Rinden
ich such nach alten Zäunen
die bald verschwinden

ich such nach Schwerelosigkeit
dem lebendigen Beweis

ich finde einfach keine Ruh’
und schau mir selber dabei zu
kannst du mir bitte erklären
warum du! warum du?

Montag, 29. August 2011

vermessen

wäre es absicht
lieber mein, oder dein
der erinnerung traum
im verloren sein

vakante bedingung
zwei blicke erreichen
in ewiger schwingung
automatische weichen

du noch hier, ich dort
unaussprechlich geleit
an keinem anderen ort
wir quasi zu zweit

aufgesparte chancen
widerstehen ersetzen
vernebelte wünsche
in phasen sich fetzen

der glaube von mir
illusorisch erahnt
das flüchtige wort
kaum alt bekannt

der zukunft gesicht
wird alles vergessen
bei spärlichem licht
sozusagen vermessen

Sonntag, 22. Mai 2011

Schwarze Wellen

wiegend schläft einzig der eiserne Riese
des Nachts geleitet ihn nur noch der Schimmer
die von weichen Kronen umhüllte surreale Stadt
man meint immer wieder sie bewege sich nimmer

am Horizont ahnt man einen Stern entstehen
er geht sanft heimlich auf und wieder unter
kommt man ihm näher bleibt er stets fern gesehen
kein Himmelskörper leuchtete je bunter

wäre nicht das Geräusch der sich brechenden Wellen
man glaubte es wäre das schwerelose All
nirgends ein Indiz für die bodenlose Erde
all die Welt nur ein tiefschwarzer Wasserball

Backbord leuchtet der Mond gemächlich gelb
von Traubenwolken hin und wieder vergraut
man fragt sich sehr oft wer dort wohnt
und beobachtet wie man sich selbst beschaut

ein salziger Film, die Brise trocknet die Reling
man kratzt, man fährt ihn hin und wieder
läuft Kilometermeilen in Tiefseestiefeln
und der Ozean trocknet die Lieder

und manchmal wenn die Spiegelungen sich weben
tanzen die schwarzen Wellen dahin
man sieht sie so rythmisch vorbeiziehen
doch ein Muster der Schwingung sucht man vergeblich darin

Mittwoch, 11. Mai 2011

verstrick dich

Kisten türmen sich
Gedanken stürmen mich
Musik verzaubert dich

das Meer erobert mich
Gesichter sehen sich
Gefühle erwidern mich

Probleme ergeben sich
Situationen lösen dich
Geschichten erzählen sich

Unfassbares erklärt mich
Bedeutsames wiederholt sich
Zufall, verstrick dich

Donnerstag, 5. Mai 2011

fence and prosperity

am I me
or am I you
is that real
or is that true

does it matter
or even worse
will it get better
a lack full of purse

can we ever prove
sense and sensitivity
will we bore to move
fence and prosperity

what is behind
what was before
are we so blind
do we adore

Mittwoch, 4. Mai 2011

als Traube

wem nützt die Liebe in Gedanken
wie die Trauben am Toskanahaus
kann sie wachsen und sich ranken
zugewachsen sieht’s viel schöner aus

die alten Fassaden aus Kriegszeiten
all die Löcher und Splitter
den harten Kampf erahnt man
und er macht traurig und bitter

wir wollen sehen wie es blüht
wie es sprießt und Duft versprüht
wir wollen sie atmen in Gedenken
und zufrieden die Arme verschränken

was passiert wenn wir sie öffnen
verletzbar würden wir sofort
doch an diesem schönen Ort
bleib ich als Traube gerne dort

und käme manchmal ein Tourist
der heimlich eine Traube isst
so gönn ich ihm sehr gern den Spaß
auch wenn er vielleicht mich auffraß

Never hide

... since you never will be found by the right people.

Dienstag, 3. Mai 2011

alles und nichts

bewundert und gelobt
für Dinge, die man nicht sehen kann

gehasst und belogen
für Taten, die man rückgängig machen möchte

begutachtet und bewertet
für Worte, die nicht aus dem eigenen Mund kamen

besolded und bezahlt
für die Unterdrückung der schmerzlichen Gewissheit

vergöttert und verehrt
für die Beständigkeit der Leidenschaft

hinterfragt und konfrontiert
nach dem Ausfall der Notbeleuchtung

ignoriert und weggeschaut
aus Angst vor sich verändernden Menschen

frittiert und filetiert
weil die Kartoffelpflanze ungenießbar bleibt

verbannt und unbestimmt
wenn alle Stricke reißen

belauscht und beobachtet
im Herzen hoffend auf die Wiederkehr

berauscht und gesegnet
runter kommen sie alle irgendwann

zerzaust und verregnet
alles und nichts kommt von ungefähr

ein Stück

ich komm zurück
keine Angst
sie kommt zurück
meine Angst

an dem Punkt waren wir schon
wir kommen zurück
Orientierung als Lohn
für einen Augenblick

vom Kuchen fehlt ein Stück
keine Angst
hat gut geschmeckt
deine Angst

die Krümel im Gesicht
das Schlucken fällt mir schwer
er ist ein bisschen trocken
aber das Rezept mag ich so sehr
komm wir backen einen neuen
diesmal bitte eine Torte
mit Etagen zum verlaufen
die von der einen Sorte

knetende Angst
sahniger Teig
er wird gehen
keine Angst

ich muss gehen
und ich komm zurück
um dich zu verstehen
ein Stück

notfalls freiwillig

der Job raubt mir mein Gewissen
wie du mir meinen eignen Verstand
wenn ich so lieg in meinem Kissen
träum ich von euch herzentflammt

erlöschen kann er und kannst du
erlösen allerdings nur unser Mut
darum hör ich dir so gerne zu
du weckst ihn in mir und er tut gut

bitte versteh, ich will dir nichts Böses
will nicht verletzen, stehe auch nicht Spalier
alles was ich will hatte ich bereits
alles was ich noch versuch gebührt dir

so viele Dinge verschwinden jeden Tag
unbedacht, vergessen oder verloren
selbst wenn man sich Mühe gibt und mag
bleibt vieles im Dunkeln beschworen

und falls wir den Lichtschalter noch finden
hab ich die Augen schon längst geschlossen
an die Dunkelheit gewöhnt seh ich Träume schwinden
wurde oft geblendet aber zum Glück nie erschossen

die Ideen, die Tage und Menschen
die es lohnt, halt ich auch weiterhin fest
damit sie nicht wieder verschwinden
bevor man sie notfalls freiwillig lässt

Sonntag, 1. Mai 2011

zweite Chance

was hältst du von einer zweiten Chance
ein zweiter erster Augenblick
zuletzt schenkte sie uns in Erinnerung
dankbar ein ewiges Lächeln zurück

falls die Zukunft im Glück
bildet eine Schleife im Moment
und die Vergangenheit sich vorspult
entsteht ein Wunsch den man schon kennt

glaubt man den eignen Sinnen
der Zeit, wo alles einfach war
werden wir ihnen nie entrinnen
ob nun zu zweit oder sonderbar klar

weil ich mich so nach ihr sehne
schenk ich sie der ersten
und weil ich sie stets gebe
die zweite Chance zu rasten

will mir niemals mehr sagen
ich hätte es nicht noch mal probiert
dann lieber das Risiko ertragen
dass man wieder einmal alles verliert

Donnerstag, 28. April 2011

verbrannt

warte weiter auf den Prinzen
suche weiter deine Traumfrau
nur Liebe korrigiert die Fehler
sie ist weder blind noch schlau

jetzt hör doch auf uns anzuprangern
versuch es lieber zu benennen
fass dir an die eigene Nasenspitze
um dich vom Spiegelbild zu trennen

wer sich unschuldig glaubt, der kennt sie gut
die Steine in der rechten Hand
mag sein, wir werfen oft in Wut
aber ehrlich Narben trägt, wer sie im Gesicht erkannt

die Angst, die Not, die Schamesröten
sie sind in uns, um uns, Tag und Nacht
sie schreien, sie helfen, hindern zahm und töten
was uns berührt wird immer schmerzerwacht

die Kreide quietscht im Hals der Leugner
an der Tafel steht klein das Alphabet
wer nur bis C schrieb, kennt keine Worte
für die Einsicht der Rücksicht kommen sie nie zu spät

welche Erwartungen stellst du nur
an deinen eigenen Verstand
schau dich um, du kannst sehen
wir haben uns alle verbrannt

Sonntag, 24. April 2011

schwingen

wenn ich wieder komm
wenn die Lieder komm
wenn eine Melodie spielt

wenn du sie hören kannst
wenn dein Herz dazu tanzt
lass uns singen

was lange währt wird gut
all der schiefe Klang wird rein
selbst der fehlende Mut
wird nicht vonnöten sein

wenn der Rhythmus beginnt
wenn die Harmonie verstimmt
wenn uns die Töne ausgehen

wenn der Hall verstummt
wenn jemand im Hintergrund summt
lass uns schwingen

wir können tun und lassen was wir wollen
wir können so tun als lassen wir uns rollen
wir können so viel mehr zusammen
wenn ich wieder komm

im Schlaf

ich schlaf bei Tag
ich schlaf bei Nacht
ich schlafe wach
ich schlafe sacht

ich schlafe kurz
ich schlafe viel
ich schlafe oft
ich schlaf im Spiel

ich schlafe dann
ich schlaf in Ruh
ich schlafe nie
ich schlaf im Nu

ich schlafe hier
ich schlafe dort
ich schlafe gern
an jedem Ort

und wenn ich dann mal
schlafen muss
verpasst mein Herz
den Schlafrhytmus

und wenn ich wirklich
schlafen soll
macht mein Kopf auf
übertoll

drum lasst den Tag zum
Schlafen sein
bleibt wach die Nacht
und schlaft nie ein

Mittwoch, 20. April 2011

die Weichen

ein Neuanfang zu Beginn der letzten Stunde
jede Sekunde ist kostbar
doch wir drehen noch immer
die Ehrenrunde
wir verabschieden uns
von unserem alten Leben
von unseren alten Freunden
von unserem alten Gesicht
und siehe da
es spricht
zu uns
vergiss mein nicht
vergessen werden wir es nicht
benutzen nur
um uns zu erklären
woher wir kommen
und was wir wollen
und wer wir waren
und wer wir sind
und all der Unsinn
was wir werden
und was wir wurden
der Unterschied
ein Buchstabe nur
doch begeben wir uns
auf die Spur
unseres Lebens begegnen wir
zahllosen Menschen
tausende Seelen und Weichen
und keine sind gestellt
doch alle sind sie
von Bedeutung
mal links
dann wieder rechts
ein Schritt zurück
und doch zwei voran
welchen Weg man auch geht
man kommt Sicherheit nicht an
solang man selber nicht reift
und begreift
die Weichen im eigenen Kopf zu stellen
und sich nicht mehr vorzumachen
man sehe ein Ziel am Horizont
denn das ist das Ziel der Anderen
doch die Anderen das sind nicht wir
denn unser Sinn liegt woanders
nur müssen wir ihn schärfen
ihn hören und fühlen
denn er schläft noch in uns
doch was erzähl ich hier
das weißt du ganz genau
so wie ich

spirit

take gifts
let give
what lifts
could live
if that
will fit
the love
spirit
when choose
then loose
an other
way
for present
may be
not
today
since birth
or death
like dumb
and deaf
receive
and send
until
the end

die Kiste

im Hinterhaus der Vorstadt
gibt es einen kleinen Ort
der vieles schon gesehen hat
und auch du warst sicher dort
die Gardinen längst vergilbt
im Kühlschrank Licht, Senf und Wein
der kaputte Stuhl der Küche
die letzte Kiste soll es sein
zum Friseur gegenüber
wollt ich immer schon mal gehen
und den Nachbarn oben drüber
werd ich wohl kaum mehr wieder sehen
selbst wenn ich die Zeit zurück dreh
komm ich immer wieder an
bei der Kiste voller Träume
die ich nicht mehr schließen kann
ein letztes Mal die Freunde
hören Musik philosophieren
danach schließen sich die Räume
die Kiste bleibt zu reparieren
was bleibt zum Reparieren
ich hoff das Meer
ich hoff das Meer
wird sich revanchieren

Dienstag, 19. April 2011

I like

I like to change
I like to know
I like to range
I like the flow

I like to move
I like to say
I like to groove
I like the day

I like to wait
I like to wish
I like to date
I like the fish

I like to save
I like to grow
I like it brave
I like it slow

Kirschblüten

ich sitze hier rum
und warte auf dich
doch wie es scheint
kommst du heute nicht
ich steh auf denn ich will
nein ich muss gehen
da seh ich dich doch noch
doch noch im Regen stehen
und ich frag dich
was tust du nur hier so allein
doch du bemerkst mich nicht
und gehst einfach heim
hey lass mich nicht
nicht so lange warten
bis dass die Kirschblüten
blühen in deinem Garten
ich vermisse dich
vermisst du mich nicht
sag mir wie lang soll ich noch warten
oder soll das hier alles entarten
ich frag mich was mach ich hier
hier draußen so allein
warum geh ich nicht einfach
einfach zu dir rein
es ist kalt und ich wollt warten
doch ich muss gehen
bis dass die Kirschblüten
wieder blühen im Garten

Montag, 18. April 2011

purity

rest gone less
passing the last
glimpse for eternity
emotion on mars

starving for fat
individual masses
home, sick and mad
can we please pass this

war in space
frozen to love
cutting down spice
fooling above

a dirty old find
lonely mother earth
hot stone heart
under pressure reserve

catching the flies
lazy like bee
diving the dice
drying in sea

the childhood trap
just a little nap
buy insurance security
for loosing purity

Donnerstag, 14. April 2011

feather

lightning fast
home per menue
would a lightning last
beat that revenue

over and over
never forever
for evermore
I even swore

over and out
flying in the crowd
never too loud
at sea I won't shout

like leather wind
sunny salt lake city
and the tides change
I feel stormy weather

your feather.

Dienstag, 12. April 2011

immer nur du

ob ich schlafe oder wache
immer nur du
ob ich weine oder lache
immer nur du
ob ich stehe oder renne
immer nur du
ob ich vergesse oder erkenne
immer nur du
ob ich spreche oder höre
immer nur du
ob ich passe oder störe
immer nur du
ob ich lieb oder verzicht
immer nur du
ob ich will oder nicht
immer nur du
ob ich komme oder gehe
immer nur du
ob ich ignorier oder verstehe
immer nur du
ob ich lebe oder ruh
immer nur du
ob ich immer oder nur du
immer nur du

Montag, 11. April 2011

So lange

... die Menschen sich nicht selbst mit zwei Augen ansehen, mit zwei Ohren zuhören und mit beiden Gehirnhälften ein Bild zusammensetzen, wird niemals eine Perspektive entstehen.

Freitag, 8. April 2011

wieder geboren

wurde damals fast gestorben
bevor ich aus dem Dunkeln trat
wurde mein Leben nur fast verdorben
weil ich mir die Zeit nahm und um sie bat
darum lebe ich heute, im Hier und im Jetzt
was gibt es Schöneres, als Glück zu erschaffen
weil damals und bald wird zu sehr überschätzt
erstaunlicherweise wussten das schon die Affen
die einen sagen, ich kam wie oft zu spät
ich glaub, ich hab den Weg genossen
den Augenblick der Sehnsucht erspäht
ohne Hektik und unverdrossen
denn Timing ist der Moment aufzustehen
wenn man nicht mehr schwimmen mag
ich mach es mir auch gern bequem
höre zu, bevor ich etwas sag
weil Stress nicht gesund ist
lieb ich die Ruhe vor dem Sturm
und weil der Ball nun mal rund ist
wurde ich wieder geboren